Schwermetallvergiftungen in Deutschland – Ein verbreitetes Phänomen?

Viele Menschen in Deutschland ernähren sich heute bewusst und gesund, achten auf Kalorien und Kohlenhydrate. Doch trotzdem sind Schwermetallvergiftungen in Deutschland präsent.

Noch immer gelangen giftige Schwermetalle, wie beispielsweise Quecksilber, Blei, Arsen oder Cadmium in die Umwelt. Sie vergiften unsere Körper. Wer die Quellen der Schadstoffe kennt, kann diese Belastung reduzieren.Was hält die Welt im Innersten zusammen? Es sind die Schwermetalle. Der Erdkern aus Nickel und Eisen macht ein Dritter der Erdmasse aus. Dies ist wichtig für die Schwerkraft. In den letzten 150 Jahren haben jedoch Kraftwerke, Industrie, Straßenverkehr und Bergbau den Schwermetallausstoß auf ein beachtliches Niveau ansteigen lassen, was zu einem Problem führt. Diese giftigen Schwermetalle können sich im Körper anreichern und eine Schwermetallvergiftung auslösen.

Das Schwermetall Blei steckt beispielsweise in bunten Keramikglasuren, Getreide, Leinsamen, Zigarettenrauch oder in Blattgemüse. Chrom findet sich in der Metallverarbeitung am Arbeitsplatz, genauso wie Cobalt. Kupfer versteckt sich in Getränken aus Messing- oder Kupfergefäßen. Quecksilber findet sich in Zahnfüllungen, Meeresfrüchten oder Wildpilzen.
Wie hat sich der Schwermetallausstoß verändert? Die ersten Schritte dafür sind bereits getan – bleifreie Wasserrohre, bleifreies Benzin, Wasch- und Filteranlagen in der Industrie. Durch diese Maßnahmen ist die Schwermetallbelastung zwischen 1990 und 2016 gesunken um rund 90 Prozent. Die Schwermetallemissionen, besonders von Selen, Zink und Kupfer sind jedoch seitdem angestiegen um bis zu 30 Prozent. In erster Linie ist der Straßenverkehr daran schuld. Reifen und Bremsen verlieren durch die entstehende Reibung kleine Schwermetallpartikel. Diese werden dann an die Umwelt abgegeben. Somit sind sie heute Zink, Blei und Kupfer ein großer Teil der Belastung.

Die Weltgesundheitsorganisation sagt, dass Blei, egal wie wenig der Mensch davon zu sich nimmt, immer ungesund ist. Auch Umweltschützer und Gesundheitsexperten mahnen, dass die Schwermetallbelastung heute noch immer viel zu hoch ist.

Liegt eine solche Vergiftung durch Schwermetalle vor, ergibt dies folgende Krankheitsbilder und Symptome: Erschöpfung, Lungenemphysem, Eisenmangelanämie, Haarausfall, Entzündungen, Herz-Kreislauf-Probleme, Verlust des Geruchssinns, Osteoarthritis, renaler Bluthochdruck (bei Schädigung der Nieren).

Allerdings kann auch gesagt werden, dass heute die Atemluft weniger Schwermetalle enthält als noch vor 20 Jahren. Die Grenzwerte von Cadmium, Nickel, Arsen und Blei in der Luft wurden seit dem Jahr 2007 kaum noch überschritten. Meist finden sich erhöhte Werte in Industriestandortnähe.

Problematischer sind die Rückstände der Metalle, die sich in der Nahrung befinden. Aus den Schlotten von Müllverbrennungsanlagen, Fabriken und Kraftwerken und auch aus dem Straßenverkehr steigen die Schwermetalle in die Atmosphäre. Später finden sie sich in den Niederschlägen wieder und auch im Staub. Dies fällt zu Boden, reichert sich dort an und gelangt auf diesem Weg ins Grundwasser. Getreide-, Reis- und Gemüsepflanzen nehmen dies zum Beispiel auf. Auch in Rindern und Schweine gelangen Cadmium und Blei durch das Tierfutter. Wildpilze nehmen viel Cadmium und Quecksilber aus dem Boden auf. Sogar in Sojadrinks hat die Stiftung Warentest einen zu hohen Nickelwert festgestellt. Aus dem Umweltkreislauf nehmen Meeresfrüchte und Fische Quecksilber auf.

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